20.000 Euro für Demetre – Stille auf der Kinderstation

    Demetre im Krankenhaus   – Mama u. Mickey Mouse leisten ihm Gesellschaft

 

Ruhig ist es zur Zeit der Corona-Krise auf der Station 6 ost/west der Herdecker Kinderklinik. Der Alltag dort hat sich sehr verändert. Wo früher Kinder auf den Fluren bzw. in den Spielzimmern spielten, sich Eltern austauschten und Besucher ein- und ausgingen, ist es nun still geworden. Nur in dringenden Fälle bringen Eltern ihre Kinder ins Krankenhaus und wer zurzeit dort liegt, ist schwer krank und besonders schutzbedürftig. Deshalb gibt es neben dem Besuchsverbot die Regelung, dass ein Kind nur von einem Elternteil begleitet wird, wobei beide das Patientenzimmer nach möglich nicht verlassen sollen. Dadurch soll der Infektionsschutz verbessert und verhindert werden, dass die ohnehin schon sehr geschwächten Patienten, die z.B. für ihre Chemotherapie ins Krankenhaus gekommen sind, sich auch noch mit dem Corona-Virus anstecken.

 

Kinder mit Krebserkrankungen gehören zur Hochrisikogruppe, weil durch die Behandlung das Immunsystem total heruntergefahren wird. Die Eltern dieser Kinder sind in großer Sorge. Zum einen ist da die lebensbedrohliche Grunderkrankung und auf der anderen Seite die Bedrohung durch das Virus. In ihrer Isolierung fühlen sich allein, obwohl die Pflegenden sich Zeit nehmen und der Austausch z.B. mit Familienangehörigen per Telefon und digitale Medien für Ablenkung sorgt.

In dieser Situation befinden sich auch Demetre und seine Eltern. Er ist zurzeit wieder auf Station für einen weiteren Chemo-Block. Seine Erkrankung, die sich als schwerer herausstellte als anfänglich eingeschätzt, erfordert eine intensivere und länger dauernde Behandlung. Daher sind die zu erwartenden Behandlungskosten, die von den Eltern getragen werden müssen, inzwischen auf die doppelte Summe angestiegen. Zum Ende der Behandlung werden ca. 160.000 Euro fällig werden, ein Betrag, der dem Vater Kopfschmerzen bereitet.

Es war eine große Erleichterung für die Eltern als sie erfuhren, dass der Sterntaler e.V. mit seiner Aktion bisher 20.000 Euro gesammelt hat, die nun an das Gemeinschaftskrankenhaus überwiesen werden. Unglaublich dankbar sind sie allen Menschen, die für die Heilung von Demetre gespendet haben.

Wie bei anderen Vereinen und Hilfsorganisationen, sind mit der Corona-Epidemie die Spendeneinnahmen drastisch zurückgegangen. Es ist verständlich, dass viele Menschen jetzt mit dem Lösen ihrer eigenen Probleme beschäftigt sind und ihre finanzielle Situation in der Zukunft noch nicht überschauen können. Aber die Kinder, für die wir uns einsetzen, sind weiterhin schwer krank und brauchen unsere Unterstützung. Musik- und Kunsttherapie werden weiter fortgeführt, unter Einhaltung der Schutzverordnungen. Dasselbe gilt für den Therapeutischen Garten Avalon. Die Planung für die Therapeutische Segelfreizeit im Sommer läuft weiter.

Der Sterntaler e.V. ist der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung sehr dankbar, die Anfang des Jahres einen größeren Betrag für die Projekte Musiktherapie, den Abendkreis mit Musik und die Segelfreizeit zur Verfügung gestellt hat, sodass diese im Augenblick noch nicht gefährdet sind. Doch es ist wichtig, aktiv zu sein und für die Zukunft zu sorgen, denn es wird auch eine Zeit nach der Corona-Krise mit neuen Herausforderungen geben. Der Vereinsvorstand hofft und bemüht sich, auch dann die finanziellen Möglichkeiten zu haben, um weiterhin zu helfen zu können.

 

 

 

 

 

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