15. Februar – Internationaler Kinderkrebstag

 

 

Zum Weltkinderkrebstag am 15. Februar 2022

Krebserkrankungen bei Kindern – das sind Schicksale, die unter die Haut gehen. Jedes Jahr erkranken nach Informationen der Deutschen Krebshilfe 2.200 Kinder und Jugendliche neu an Krebs. In der Altersgruppe unter 15 Jahren ist Krebs besonders bösartig: Die Tumorzellen vervielfachen sich rasend schnell. Am häufigsten werden Leukämien (Blutkrebs), Tumoren des Gehirns und des Rückenmarks sowie Lymphknotenkrebs diagnostiziert. Die Erfolge stetig verbesserter Behandlungsstrategien sind beeindruckend: Kam die Diagnose Leukämie bei einem Kind noch vor etwa vier Jahrzehnten einem Todesurteil gleich, überleben heute vier von fünf der jungen Patienten ihre Erkrankung. Der jährlich stattfindende internationale Kinderkrebstag am 15. Februar steht im Zeichen des Kampfes gegen den Krebs bei Kindern und macht aufmerksam auf den schweren Schicksalsschlag für die Kinder und ihre Familien.

Mit der Diagnose beginnt für die Kinder und ihre Familien eine schwere Zeit. Schlagartig geht jede Normalität verloren. Die Krankheit bestimmt den Alltag. Unsicherheit und Angst beherrschen die Eltern und die Kinder. Erst im Verlauf des stationären Aufenthaltes kann durch die wiederkehrenden Abläufe und bekannten Gesichter der Pflegekräfte, Ärzte und Therapeuten schrittweise Vertrauen und Hoffnung entstehen. In dieser schweren Zeit brauchen die Betroffenen und ihre Angehörigen unsere Hilfe und Solidarität.

Der Sterntaler e.V. steht betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern in dieser Situation mit verschiedenen Hilfsangeboten zur Seite. Neben Musiktherapie, Hippo- und tiergestützter Therapie steht eine Psychologin für Gespräche und Begleitung bei Bedarf zur Verfügung. In den psychoonkologischen Gesprächen können Eltern darüber sprechen, welche Gedanken und Gefühle sie quälen. Die Sorge um das lebensbedrohlich erkrankte Kind führt zu akutem Stress auf unüberschaubare Zeit. Die vielen Fragen zum Krankheitsverlauf, die nicht mit Sicherheit beantwortet werden können, lösen Angst und konstante Unruhe aus. Im Gespräch kann gemeinsam überlegt werden, was die Eltern brauchen, um ihre Kinder individuell passend unterstützen zu können. So kann Vertrauen und Zuversicht entwickelt werden. Wenn Stress abgebaut wird, können die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Ältere Kinder können unabhängig von ihren Eltern über ihren Umgang mit der Krankheit sprechen und auf Wunsch auch Entspannungsmethoden ausprobieren. Auch steht die Teilnahme an der Therapeutischen Segelfreizeit im Angebot.

 

Seitens der Herdecker Kinderklinik berät eine Mitarbeiterin des Sozialdienstes die Eltern in Fragen zur finanziellen Unterstützung in krankheitsbedingten Notlagen und in der Nachsorge. Informationen über Pflege und Ernährung des erkrankten Kindes erhalten die Angehörigen vom Pflegeteam.

Für eine möglichst große Heilungschance ist –  wie bei Erwachsenen – auch bei Kindern eine möglichst frühe Erkennung der Krankheit von Bedeutung. Da es für Kinder keine Krebs-Früherkennungsuntersuchungen gibt empfiehlt der Sterntaler e.V., auf folgende Symptome zu achten:

Beispielsweise Knoten oder Schwellungen im Bauch und Beckenbereich oder an Hals, Kopf und Extremitäten.  Auch unerklärliches längeres Fieber, extreme Blässe, Schlappheit, blaue Flecken, häufige Blutungen sowie Schmerzen in Gelenken und im Rücken können ebenso wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Abgeschlagenheit oder Müdigkeit Hinweis auf eine mögliche Krebserkrankung sein. Da viele dieser Symptome auch bei anderen und weitaus harmloseren Krankheiten auftreten, ist es ratsam, sie zu beobachten und sich Rat bei einem Kinderarzt oder einem Kinderonkologen, z.B. in der Kinderklinik am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke, zu holen.

 

 

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