Am Internationalen Kinderkrebstag beginnt die Spendenaktion für Tuta

                                                                                         

 

Heilungschancen für krebskranke Kinder sind größer geworden – aber nicht überall

 

Die Eltern der schwerkranken Tuta (1) kamen aus Georgien zur Behandlung in die Herdecker Kinderklinik

Dank des medizinischen Fortschrittes sind die Chancen auf Heilung bei an Krebs erkrankten Kindern heute so groß wie nie zuvor. Aber auch bei optimaler medizinischer Versorgung ist es wichtig, die Krebserkrankung in einem möglichst frühen Stadium zu diagnostizieren, wodurch sich die Heilungschancen deutlich verbessern können.

Der Sterntaler e.V. nimmt den Internationalen Kinderkrebstag zum Anlass,  Eltern auf mögliche typische Anzeichen, die auf eine Krebserkrankung bei Kindern hindeuten können,  hinzuweisen:

Beispielsweise Knoten oder Schwellungen im Bauch und Beckenbereich oder an Hals, Kopf und Extremitäten:  Auch unerklärliches längeres Fieber, extreme Blässe, Schlappheit, blaue Flecken, häufige Blutungen sowie Schmerzen in Gelenken und im Rücken können ebenso wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Abgeschlagenheit oder Müdigkeit Hinweis auf eine mögliche Krebserkrankung sein. Obwohl viele dieser Symptome  auch bei anderen und weitaus harmloseren Krankheiten auftreten, ist es empfehlenswert, wenn sie über einen längeren Zeitraum beobachtet werden,  sich Rat bei einem Kinderonkologen, z.B. in der Kinderklinik am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke,  zu holen.

Nach Angaben von Childhood Cancer International (CCI) erkranken weltweit jedes Jahr etwa 250.000 Kinder an Krebs; in Deutschland sind es rund 1.800. Selbst in den hoch entwickelten Ländern ist Krebs bei Kindern immer noch die zweithäufigste Todesursache. Trotz enorm verbesserter Behandlungsmöglichkeiten sind die Heilungschancen dabei sehr unterschiedlich. Während in den hoch entwickelten Ländern mittlerweile mehr als drei Viertel der an Krebs erkrankten Kinder wieder gesund werden, haben Kinder  in weniger entwickelten Regionen deutlich geringe Chancen, die schwere Krankheit zu überleben.  Daher versuchen  betroffene Familien aus diesen Ländern immer wieder alles, um für ihr erkranktes Kind eine Behandlung –  z.B. in Deutschland –  möglich zu machen.

So auch die Eltern der einjährigen Tuta aus Georgien. Bis Dezember 2017 entwickelte sich das kleine Mädchen ganz normal. Dann stellten sich schwere Erkältungssymptome und Knötchen am Kopf ein, die trotz Behandlung nicht besser wurden. Das kleine Mädchen wurde immer schwächer, so dass weitere Untersuchungen, wie ein  2. Blutbild und eine Knochenmarkprobe, eingeleitet wurden. Das Ergebnis war für die Mutter Ana Berishvili (25) und den Vater Antimoz Tsktishvili  (27) niederschmetternd: akute lymphatische Leukämie. Bei dieser lebensbedrohlichen Erkrankung vermehren sich die weißen Blutkörperchen unkontrolliert und verhindern die normale Blutbildung.

Nun musste alles sehr schnell gehen. Der Termin für den Beginn der Chemotherapie in der Heimat wurde schnell festgelegt, jedoch scheiterte der Start der Behandlung daran, dass aus unerklärlichen Gründen  plötzlich eine größere Anzahl der Krankenhausmitarbeiter entlassen wurde und somit keine Ärzte zur Verfügung standen, die Tuta behandeln  konnten.  Ferner hatten die Eltern inzwischen auch erfahren, dass bei einer Chemotherapie in Georgien die starken Nebenwirkungen nicht mit behandelt werden.

Da die Familie der kleinen Tuta auch außerhalb ihrer  Heimat gut vernetzt ist, drangen ihre Sorgen  und Nöte bis nach Herdecke zu Georg Tshelidze, der sich auch schon in der Vergangenheit für die Behandlung schwer kranker georgischer Kinder in Deutschland eingesetzt hat. Seine Anfrage in der Herdecker Kinderklinik ergab, dass die Behandlung von Tuta dort möglich ist,  jedoch 80.000 Euro kostet, eine unglaublich hohe Summe für die junge Familie. Aber um das Leben von Tuta zu retten setzten sie und sämtliche Familienangehörige alles daran, die  benötigte Summe aufzubringen. Geld wurde im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis gesammelt und geliehen, Benefizkonzerte und künstlerische Aktionen veranstaltet und so waren Ende Januar  schon 40.000 Euro zusammen gekommen, um die Behandlung beginnen zu können. Seit zwei  Wochen sind nun Tuta und ihre Mutter in Herdecker Kinderklinik und seitdem sind noch einmal 20.000 Euro aus Georgien zugesagt worden.   Nun fehlt noch die restliche Summe und die Eltern hoffen innigst darauf, dass die Behandlung  letztlich vollständig durchgeführt werden kann und Tuta wieder gesund wird.

Um das zu ermöglichen, wurde auch der Sterntaler e.V. um Hilfe gebeten. Gerne möchten wir mit  helfen,  das Leben der kleinen Tuta zu retten.  Jedoch sind die für die vollständige Behandlung fehlenden  20.000 Euro  ein „dicker Brocken“, den wir als kleiner Elternverein nicht allein stemmen können. Daher bitten wir alle, denen das Wohl von Tuta am Herzen liegt, sich bei unserer  Spendenaktion „Hoffnung für Tuta“ zu beteiligen. Für jede Spende, und sei sie auch noch so klein, sind wir dankbar.

 

Sterntalerspendenkonto                                                     

Sparkasse HagenHerdecke

IBAN DE04 4505 0001 0009 1032 50      

BIC WELADE3HXXX

Stichwort „ Hoffnung für Tuta“

 

Die kleine Tuta mit ihrer Mutter

während der Chemotherapie

 

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